fedidays 2026

Das Fediverse wächst – und mit ihm die Hoffnung auf ein soziales Netzwerk, das nicht von Algorithmen und Konzernen kontrolliert wird. Im Mittelpunkt stehen Plattformen wie Mastodon und Peertube, die Nutzer:innen eine echte Alternative zu Twitter/X oder YouTube bieten. Mastodon, ein dezentraler Mikroblogging-Dienst, ermöglicht es, eigene Server („Instanzen“) zu betreiben oder sich bestehenden anzuschließen. Jede Instanz kann eigene Regeln aufstellen, was die Plattform besonders flexibel und community-orientiert macht. Peertube ist de Software für dezentrale Videoplattformen, auf der Nutzer:innen Inhalte hochladen können, ohne sich an die Gegebenheiten zentraler Plattformen binden zu müssen. 

Warum Mastodon und Peertube?

Mastodon überzeugt durch seine Offenheit und Dezentralisierung: Kein einzelnes Unternehmen kontrolliert die Daten oder wer was sieht, und Nutzer:innen können zwischen Instanzen wechseln, ohne ihre Follower zu verlieren. Peertube setzt auf ein ähnliches Prinzip für Videos – ideal für Creators, die ihre Inhalte ohne Zensurrisiko oder Monetarisierungszwang teilen oder live streamen möchten. Beide Plattformen sind Teil des Fediverse, einem Netzwerk, das auf dem offenen Protokoll  ActivityPub basiert. Das bedeutet: Nutzer:innen können sich über Plattformgrenzen hinweg vernetzen – ein Mastodon-Nutzer kann also einem Peertube-Kanal folgen, als wären es ein und dieselbe Plattform.

Jan Böhmermann im Fediverse

Ein prominenter Fürsprecher des Fediverse ist Jan Böhmermann. Auf Mastodon hat er auf seiner Instanz edi.social 213.000 Follower (Stand August 2026) und nutzt die Plattform aktiv, um seine Inhalte zu teilen und mit seiner Community zu interagieren. Auf X (ehemals Twitter) hat er zwar noch etwa 2,2 Millionen Follower, nutzt die Plattform seit der Übernahme durch Elon Musk aber kaum noch aktiv. Auf Bluesky ist auch ein Account vorhanden, aber die genaue Followerzahl ist nicht öffentlich einsehbar, wie auch dort sonst Inhalte hinter einem Login versteckt sind.

fairmove und fair.tube

Das Fediverse ist mehr als nur eine Nische für Tech-Enthusiasten.  fairkom betreibt mit fairmove.net eine Mastodon Instanz für Menschen, die etwas bewegen (wollen). Im August 2026 waren dies 58 sehr aktive Menschen, die in den letzten 30 Tagen an mehr als 8500 Interaktionen im Fediverse teilnahmen.  Mit der OpenSearch Erweiterung können Nutzer:innen nun noch schneller suchen. Und fair.tube betreiben wir ebenfalls auf unserem  leistungsfähigen kubernetes Cluster mit dediziertem S3 CDN - dort haben sich mehr als tausend User registriert. Wer mehr Speicher benötigt, kann ein Zusatzpaket bestellen. Beide Dienste sind anonym "konsumierbar". Wer mitmachen und Teil des Fediverse sein möchte braucht nur einen fairlogin Account.

fedidays Berlin

Vom  11.-13. September 2026 treffen sich Betreiber:innen, Nutzer:innen und Entwickler:innen von Fedievrse Instanzen bereits das dritte mal in der c-base, einem Hackerspace in Berlin, um Erfahrungen auszutauschen und Pläne zu schmieden. Auf drei Ebenen gibt es Vorträge und am Sonntag ein BarCamp. Roland Alton berichtet dort am Samstag um 13 Uhr über die technische Infrastruktur für hochskalierbare Fediverse-Instanzen wie wir sie bei fairkom betreiben. Die Live-Streams werden von drei Regieplätzen aus an fair.tube geschickt und können im Kanal der Digitalen Gesellschaft verfolgt werden bzw stehen dort dann die Aufnahmen der Sessions zur Verfügung.  

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